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Resonanzräume

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Isabelle Stährfeldt & Melanie Mittmann

In dieser gemeinsamen Ausstellung begegnen sich zwei künstlerische Positionen, die auf unterschiedliche Weise von menschlicher Erfahrung erzählen. Während die Bildhauerin Isabelle Stährfeldt Beziehung, Nähe, Distanz und Verletzlichkeit in skulpturalen Figuren sichtbar macht, erforscht Melanie Mittmann in ihrer abstrakten Malerei die Spuren, Brüche und Schichten, die das Leben in uns hinterlässt.

Beide Künstlerinnen verbindet der Blick auf das Wesentliche: Nicht das Offensichtliche steht im Mittelpunkt, sondern das, was zwischen Menschen geschieht und im Inneren nachklingt. Ihre Werke eröffnen Raum für persönliche Erinnerungen, Emotionen und individuelle Interpretationen.

Isabelle Stährfeldt entwickelte über viele Jahre eine eigene skulpturale Formensprache und arbeitet mit einer besonderen Kaschiertechnik aus Draht, Papier und mineralischen Materialien. Ihre bewusst reduzierten Figuren erzählen durch ihre Haltung mehr als durch ihre Gesichter und gewinnen dadurch eine besondere Ausdruckskraft. Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist die Trilogie Amor, die zum zehnjährigen Jubiläum ihres künstlerischen Weges den Schritt in die Bronze markiert und in Zürich erstmals öffentlich präsentiert wird.

Melanie Mittmann versteht Risse, Brüche und Schichtungen als sichtbare Spuren gelebter Erfahrungen. Ihre vielschichtigen Arbeiten entstehen in einem intuitiven Prozess, in dem Oberflächen zu lebendigen Bildräumen werden – verletzlich, offen und voller Tiefe. Dabei begreift sie Brüche nicht als Fehler, sondern als Ausdruck von Wandel, Wachstum und der Schönheit des Unvollkommenen.

Gemeinsam laden die beiden Künstlerinnen dazu ein, innezuhalten und den leisen Zwischentönen menschlicher Begegnung nachzuspüren. Die Ausstellung zeigt, wie unterschiedlich künstlerische Ausdrucksformen sein können – und wie nah sie sich in ihrem Anliegen dennoch begegnen.

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